Fazit

Gut 300 Kilometer sind wir in der Woche gefahren. Das Wetter spielte überwiegend mit.

Zu Beginn im Sauerland haben mir die vielen Umleitungen den Spaß genommen. Dafür waren dort die besten Quartiere.

Im weiteren Verlauf stiegen die Preise mächtig an, ohne dass Mehrwert zu verzeichnen war. Die Strecke durchwachsen, mir nicht nahe genug am Fluss entlang.

Das Ende enttäuschend.

Kann ich den Ruhrtalradweg empfehlen oder würde ich ihn noch einmal fahren? Klares NEIN!

Wenn die Baumaßnahmen beendet sind und die Bahn komfortable Anreise bietet, dann würde ich vielleicht den Bereich Winterberg bis Olsberg noch einmal fahren und den Bereich von Wengern bis Kettwig. Den Rest nicht.

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8. Tag: Von Werden nach Duisburg

Und wieder eine komplette Strecke im Regen. Irgendwie der Pleitentag: Schloss Broich geschlossen, Aquarius geschlossen. DJH Meiderich ist im Vergleich der besuchten Herbergen klar abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Die Strecke war durchwachsen. Teilweise schöne Passagen am Fluss oder Kanal, teilweise öde durch Feld und Flur. Wir haben jedenfalls an Rheinorange die Tour beendet!

Nachdem wir hier erfolglos ein Restaurant gesucht haben, das den Nichtraucherschutz ernst nimmt, steht mein Entschluss fest: den Tag Duisburg morgen streichen wir und fahren statt dessen nach Hause.

Ein enttäuschender Abschluss der Fahrt auf dem Ruhrtalradweg.

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7. Tag: Von Hattingen nach Werden

Nach meinem Geburtstagsfrühstück ab auf die Piste. Der angedrohte Regen ließ sich nicht blicken, so radelten wir gemütlich gen Essen.

Besuch des Eisenbahnmuseums in Bo.-Dahlhausen stand als erstes auf dem Programm. Sehr interessant, die alten Loks (wieder) zu sehen.

Danach wieder an der Ruhr entlang. Wir konnten vergessen, dass dies einmal der “Kohlenpott” war. Ganz zu recht beschreibt Bruckmann dies als die grüne Etappe :-) .

Rund um den Baldeneysee (toll) ging es nach Werden hinein. Dort wurden wir auf die rechte Spur zur Villa Hügel gebracht, die unser nächstes Ziel war. Schön gelegen, aber für mich ist der “Großkotz-Stil” abstoßend.

Dann hoch zur Jugenherberge, was schon zu Fuß anstrengend ist. Wir durften auch noch die Räder schieben.

Bei DJH-Abendessen und einigen Flaschen Wein ließen wir den Abend ausklingen.

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6. Tag: Von Wengern nach Hattingen

Heute eine Regen-Etappe, vom Start in Wengern bis zur Ankunft in Hattingen in der Regenpelle. Macht weniger Spaß, aber dennoch eine tolle Strecke heute.

Nach ein paar Kilometern bereits das Muttental erreicht. Hier haben wir das Museum Zeche Nachtigall besucht. Interessant, vor allem auch die Stollenbesichtigung.

Kurz geradelt, dann Ruine Hardenstein besucht. Selbst hier wird gebaut.

Mit der Fähre über die Ruhr und gleich leckeren Bratwurstduft in der Nase. Prima Idee, diese Radstation.

Rund um den Kemnader See im Regen ist zwar nicht das Größte, aber es war schön.

Kurz vor dem Ziel den Plan geändert und direkt die Henrichshütte angesteuert. Wurden an der Kasse darauf hingewiesen, dass der Großteil des Museums “draußen” ist. Der Regen konnte uns nicht abhalten.

Nur Uli war nicht so wirklich begeistert davon.

Dann noch ein Anstieg nach Hattingen und die Regenetappe ist zu Ende.

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Dorfkirche in Wengern

Da steht ein echtes Schmuckkästchen. Die Ursprünge 1.200 Jahre zurück, urkundlich 1264 erwähnt.

Hat mit der aktuellen “Version” nicht viel gemein.

In der Kirche eine wunderschöne Kassettendecke, deren Farben mit der Orgel auf der Empore super harmonieren.

Zwei Taufsteine, der neuere aus dem 17. Jahrhundert.

Geschnitzter Altar und Kanzel ebenfalls aus dieser Zeit.

Als wertvollstes Stück wird das Kreuz über dem Altar bezeichnet. Es wird auf das 15.Jahrhundert datiert.

Insgesamt eine kleine Kirche, die mich angenehm berührte.

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5. Tag: Von Fröndenberg nach Wengern

Diese Etappe sollte uns durch die Ruhrauen führen. Allerdings sind wir recht viel parallel zu Straßen gefahren oder wieder durch Feld und Wald gefahren. Dieses Teilstück ist einfach schlecht :-( . Das kann ich auch rund um Verl fahren.

Teils unklare Streckenführung, teilweise Ruhr nicht mehr in Sichtweite.

Unsere Ziele in Schwerte (Rohrmeisterei und Senfmühle) geschlossen. Es ist mir nicht klar, weshalb Ziele wie Kettenschmiedemuseum und die beiden vorgenannten in der Ferienzeit nicht öffnen!

So langsam verstehe ich die Einstufung und Ehrung “Radweg des Jahres” nicht mehr. Sind andere noch schlechter?

Bei der Unterkunft hatte ich nicht bedacht, dass das Restaurant Ruhetag hat.

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Station in Fröndenberg “Zur Ruhrbrücke”

Das war ein Reinfall erster Güte. Das Restaurant in Ordnung, das Personal freundlich. – Aber Zimmerqualität und Preise (65 Euro für das Doppelzimmer) im 2. Stock geht gar nicht!

Wenn schon kleine Zimmer, dann bitte den Rest in Ordnung.

- Abfluss Waschbecken/Dusche nicht i.O.
- Matratze durchgelegen
- WC vom Restraum abgetrennt, kein Waschbecken
- Nasszelle vom Restraum abgetrennt
- Waschbecken sehr niedrig angebracht

Alles wäre zu verschmerzen, aber Zimmer selber Größe + Badezimmer im ersten Stock kostet das selbe Geld.

Das Hotel wird mich nie wieder als Gast begrüßen

4. Tag: Von Arnsberg nach Fröndenberg

Heute sind wir nach gutem Frühstück auf die erste Flachetappe gestartet. Zumindest wurde es als solche angekündigt.

An Arnsberg vorbei war die Strecke echt toll. Ich als alter Ruhrgebietszugereister (1959 nach Wattenscheid “verschleppt”) war mit der Ruhr auf Tuchfühlung. Die Streckenführung bis Rahnsberg gut.

Dann stach uns der Hafer: Abstecher zur Möhne! Wie sagte der alte Herr im Dorf? Die Guten fahren bis zum Ende. Wir waren nicht gut und sind Teile zu Fuß gegangen.

Entlang der Möhne bis zur Staumauer war eine schöne Tour. An der Staumauer auch rasch die Entscheidung: Bötchen fahren.

Die MS Möhnesee brachte uns in einer Stunde rund um den See. Prima Abstecher :-) .

Der Rückweg Richtung Neheim musste bergab erstrampelt werden. Der Gegenwind machte zu schaffen.

Die Verkehrsführung in Neheim ist einfach nur blöd. Die für Radler ausgewiesene Tour durch die Pampas haben wir jedenfalls abgelehnt.

Kurz vor Etappenziel wurde der Himmel immer dunkler. Da half das ganze Strampeln nicht: Regencape musste her.

Waren aber mur ein paar Meter bis Zur Ruhrbrücke, unserem Quartier.

Nach Dusche und einigen Bieren ist die nötige Bettschwere erreicht.

Schützenfest in Arnsberg

Das geht gar nicht, liebe Schützen! Um 06:00 Uhr einen Böllerschuss abgeben. Ich stand senkrecht im Bett!

Und wenn ihr unbedingt alle 15 Minuten wissen wollt, dass wieder 15 Minuten vergangen sind, dann stellt euch einen Wecker und lasst diese Ballerei sein!

Das Brauchtum des Einen ist die Belästigung des Anderen.

Nicht nett :-( .

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Altstadt und Schlossruine in Arnsberg

Zu Fuß vom Hotel in die Altstadt marschiert (30 Minuten). Dann haben wir uns die Schlossruinen angeschaut und die Aussicht genossen. Die ollen Grafen wussten schon was gut ist

Das Sauerland Museum hat uns in eine Ausstellung über Dinosaurier gelockt. Keine Ermäßigung, die Ausstellung recht lieblos gestaltet. Nicht zu empfehlen.

Über den Neumarkt dann ins Klassizismus Viertel. Alles schön anzuschauen. Zur Stärkung eine Riesenportion Spaghettieis und einen Eiscafe.

Dann Tochter + Fahrrad vom Bahnhof abholen und zu Fuß ins Hotel. Die beiden anderen Mädels fahren gleich zum Hotel.

Und hier kriegt mich heute keiner mehr weg!!